Die Bundesregierung will, nach dem Reisepass, auch den Personalausweis mit Fingerabrücken und RFID versehen. Und dann gleich alles vernetzen, da wir für die “Sicherheits”-Fanatiker ohnehin nur potentielle Verbrecher sind.
Google will die Suchanfragen der Benutzer unbeschränkt speichern und hat auch sonst recht eigentümliche Ansichten welche Daten ihnen “gehören”. Microsoft, RIAA und Co. sind sowieso der Ansicht, daß grundsätzlich alles ihnen gehört. Und nun möchte auch noch die Mozilla Foundation die Nutzungsgewohnheiten der Mozilla-Benutzer erfassen und auswerten.
Datenschutz? Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung? Fehlanzeige!
Würde George Orwell noch leben, er wäre entsetzt. Und von Aldous Huxleys “Schöner neuer Welt” trennt uns leider nicht mehr viel…
Categories: Politik
Aus gegebenem Anlass mal ein Exkurs in Richtung Datensicherung. Wie heißt es so schön:
Datensicherung funktioniert immer, aber ob die Wiederherstellung aus der Sicherung funktioniert, ist die Frage.
Letzte Woche durfte ich mich sowohl beruflich als auch privat intensiver mit der Wiederherstellung von Rechnern beschäftigen. Das ist auch mit ein Grund, warum dieser Beitrag erst heute veröffentlicht wird. Der berufliche Teil bleibt hier generell außen vor, daher mehr zur Datensicherung und Wiederherstellung unserer Privat-Rechner.
Gewöhnlich passiert bei uns bezüglich Datensicherung nicht viel. Archivierung findet nicht statt. Alle paar Wochen sichere ich die Daten vom Laptop meiner Frau auf meinen Arbeitsplatz und meine persönlichen Daten werden gelegentlich auf ein externes Medium geschrieben. Wobei ich die technische Entwicklung anhand der Speichermedien ablesen kann:
- Diskette
- QIC150-Band
- DDS1-Band
- DDS2-Band
- CD-R/W
- DVD-R/W
Und seit neuestem eine USB-Festplatte mit 500GB.
Die persönlichen Daten sind in der Regel einfach und ohne große Probleme zu identifizieren und mit Bordmitteln zu sichern. Aufgrund der großen Anzahl der Dateien die heutzutage in einem Heimatverzeichnis liegen, läßt man die traditionellen Programme wie cp, tar oder cpio schnell hinter sich. rsync ist nicht schlecht, sofern man die Optionen behalten kann.
Aber komfortabel ist das sicherlich nicht. Da kann man schon ein wenig neidisch auf die Apple-Nutzer mit “Time Machine” und “Time Vault” schauen. Aber nicht verzagen: auch für Linux-Nutzer gibt es etwas ähnliches. Es nennt sich “flyback” und basiert letzlich auch auf rsync. Ich habe mich schon einmal ein wenig damit beschäftigt und werde zu gegebener Zeit darüber berichten.
Ein andere Aspekt ist die Sicherung der Rechner-Konfiguration. Früher einmal habe ich die Konfigurationsdateien der von mir betreuten Rechner per RCS einer Versionskontrolle unterworfen, später auch mal per CVS zentral für mehrere Maschinen. Das macht es zwar leichter eine gesicherte Konfiguration wiederherzustellen, aber ob diese Konfiguration wirklich die letzte der Maschine war, hängt sehr von der Disziplin der Administratoren ab. Insbesondere Paket-Verwaltungen wie rpm, dpkg oder System V-pkg sind nicht unbedingt transparent in ihrer Behandlung von Konfigurationsdateien. dpkg hat hier sicher die Nase vorne, aber auch hier ist man auf die Disziplin der Paket-Betreuer angewiesen, die Dateien auch als Konfigurationsdatei markieren müssen. Was leider nicht immer passiert. Ein neuer Ansatz ist “etckeeper“, eine Sammlung von Skripten, die sich in apt einklinken um bei der Installation alle Änderungen an /etc in ein, nahezu beliebiges, Versionskontrollsystem einzubringen. Auch hier fehlt mir noch die Erfahrung und ich weiss auch nicht ob ich es jemals wirklich einsetzten werde: Bei maximal fünf Rechnern lohnt der Aufwand wahrscheinlich nicht. Aber näher ansehen werde ich mir die Sache auf jeden Fall.
Soviel zu diesem Thema. Ach ja: alle Rechner laufen wieder…
Categories: Linux · Technik
Und noch eine Möglichkeit den Eee PC mit einem verbesserten Linux zu versehen: ein Xubuntu-Image für SD-Karte oder USB-Stick. Dazu gibt es dort auch noch eine Anleitung wie man mit dem Asus-Restore-Tool das Image auf die interne SSD bringt (bzw. wieder das Original herstellt).
Sieht gut aus. Wird ausprobiert.
Ausserdem habe ich mir gestern spontan am Schnäppchen-Regal einen DVB-Stick mit Fernbedienung und allerlei Zubehör für 15€ gekauft. Es scheint sich dabei um einen Yuan PD701 zu handeln. Leider funktioniert der Stick nicht mit den auf mcentral.de zur Verfügung stehenden Treiberpaketen. Die neusten Treiber aus dem Mercurial-Repository der Entwickler erkennen den Stick zwar, scheitern aber noch beim Versuch das Gerät zu nutzen. Aber die Chancen stehen wesentlich besser als beim Cinergy Piranha!
Categories: Linux · Technik
Getaggt: DVB-t, Eee-PC, Xubuntu
Endlich ist es soweit: Hardy Heron, der kühne Reiher, hat abgehoben! Normalerweise würde ich ja so was von gratulieren. Aber leider hat man sich wohl mehr darauf konzentriert den Termin um jeden Preis einzuhalten, anstatt die offenen Fehler zu beseitigen. Das soll keine Abwertung von Ubuntu 8.04 sein, lediglich ein persönlicher Ausdruck des Bedauerns.
Seit November 2007 hatte ich auf meinem Schreibtischrechner die Kubuntu-Entwicklervariante von Hardy im Einsatz. Trotz des frühen Entwicklungsstadiums war mein Rechner sehr stabil und es gab so gut wie keine Probleme.
Im März hatte ich deshalb das Notebook meiner Frau auf die Beta-Version von Ubuntu aktualisiert, hauptsächlich wegen der neueren GIMP-Version. Hier war das Bild eher mittelprächtig zu nennen: Nachdem zunächst alles funktionierte, verflüchtigte sich dann im Rahmen eines Updates die Lautstärke-Regelung. Als nächstes kam die Umstellung von Firefox 2 auf eine Betaversion von Firefox 3 unter Verlust fast aller Add-Ons und der deutschen Sprachunterstützung. Dies lies sich zwar durch manuelle Installation des Firefox2-Paketes korrigieren, aber bis heute gibt es keine funktionierende Lautstärkeregelung. Auch nach der Veröffentlichung von Ubuntu 8.04 ist Firefox 3 immer noch eine Beta-Version. Wie sich das mit dem Stabilitätsanspruch eines “Long Term Support”-Release verträgt, ist mir unklar.
Im Großen und Ganzen funktioniert Ubuntu 8.04 aber zuverlässig, wenn auch manchmal viel zu laut, da sich ja die Lautstärke nicht regeln lässt.
Nachdem mein Arbeitsplatzrechner nun in Reparatur ist, habe ich den Vorgänger reaktiviert und gleich Kubuntu 8.04 Remix, basierend auf KDE4, installiert. Um es kurz zu machen: für mich ist es absolut unbrauchbar. Das System ist ein Mix aus KDE3 und KDE4, der überhaupt nicht harmoniert. Die Plasma-Oberfläche ist umständlich, überladen und unzuverlässig. Gewohnte Abläufe und Handgriffe aus jahrelanger KDE-Benutzung sind auf einmal umständlich bis unmöglich. Nach mehreren Stunden Arbeit war die Oberfläche endlich soweit angepasst, daß ich wenigstens halbwegs damit arbeiten konnte. Aber so elementare Funktionen wie Übernahme der Passwörter aus der Brieftasche funktionieren einfach nicht, da die KDE3 Programme nur mit der KDE3-Version reden wollen und die KDE4-Programme auch unter sich bleiben. Also wird so bald wie möglich wieder die KDE3-Variante installiert.
Ein letzter Versuch steht noch aus: Für meinen Eee-PC hatte ich mir eeebuntu auf einem USB-Stick installiert. Erste Tests waren recht erfolgreich. Der Hama Bluetooth-Stick funktioniert wie erwartet unter Ubuntu, während bei Xandros nur “Tote Hose” ist. Wie erwartet funktioniert der Terratec Cinergy Piranha dagegen nicht. Aber ansonsten ist alles OK, wenn auch langsam, dank des Zugriffs über USB. Aber trotzdem ist noch viel Raum für Feintuning (tmpfs-Nutzung für /tmp und /var/run, Mounten der Filesysteme mit noatime, etc).
Eeebuntu basiert aber noch auf der Vorgänger-Version Gutsy, daher ist jetzt ein Update auf Hardy angesagt. Sollte danach noch alles funktionieren, so steht das auf der SSD installierte Xandros Linux ernsthaft zur Disposition…
Nachtrag: Der Upgrade auf Hardy ist mangels Platz auf dem USB-Stick gescheitert, aber das lässt sich umgehen, daher werde ich später einen zweiten Versuch wagen.
Categories: Linux · Technik
Getaggt: Eee-PC, Ubuntu
Da ist man kaum eine Woche aus dem Urlaub zurück und schon wieder völlig gestreßt. Nein, nicht die Arbeit, obwohl die Arbeitswoche auch nicht ohne war, sondern der Heimrechner macht Schwierigkeiten.
Seitdem er nach dem Urlaub wieder in Betrieb genommen wurde, schaltet er sich nach 15-20 Minuten einfach ohne Vorwarnung ab, egal ob unter Ubuntu, Solaris oder Vista.
Die Lüfter laufen und zu heiß wird die CPU, laut Temperatursensor, auch nicht, vermutlich also irgendwas mit den Spannungsreglern oder dem Netzteil. Mist! Jetzt muß ich das Gerät zur Reparatur bringen. Na da bin ich mal gespannt, was die Herren an der Reparaturannahme sagen, wenn ich das Gerät ohne die Festplatte vorbeibringe. Denn die geht 100%ig nicht mit zur Reparatur.
Der EeePC hat ebenfalls eine Arbeitswoche als Lesegerät für elektronische Bücher herhalten müssen. Morgens eine Stunde hin, abends eine Stunde zurück. Keine Probleme. Heute saß übrigens zum erstenmal noch jemand mit EeePC im selben Abteil.
Da von Terratec keine Antwort bezüglich Linux-Treibern für den Cinergy Piranha kommt, denke ich ernsthaft daran den vorgeschlagenen Hybrid-Stick zu kaufen. Schade, denn im Zug wäre DAB genau das Richtige gewesen, insbesondere nachdem jetzt endlich die Sendeleistung erhöht werden soll, und UKW kann ich ja auch mit meinem Nokia hören.
Da die Telefonverträge verlängert werden sollen, stellt sich auch die Frage nach einer UMTS Flatrate und ob ein USB-Stick oder ein günstiges UMTS-Telefon mit USB-Kabel genommen werden sollten. Da muß ich mir aber erst mal einen Überblick verschaffen.
Categories: Technik
Getaggt: DAB, DVB-t, EeePC, UMTS