Heute ging es bei strahlendem Wetter ins Insel-Innere. Zunächst aber wurde ich vom Busfahrer abgezockt, der mir, beim Kauf von zwei Tagestickets, mehr als drei Euro Wechselgeld schuldig blieb.
Mit dem Bus ging es ins Ta’ Qali Crafts Village. Wer will, kann vorher den Dom in Mosta besuchen, der Bus hält quasi direkt davor. Aber abgesehen von der Tatsache, daß es sich um die drittgrößte freitragende Kuppel Europas handelt, spricht eigentlich nichts dafür.
Ta’ Qali versprüht den Charme einer stillgelegten Luftbasis aus dem 2. Weltkrieg. Das ist nämlich genau das, was es ist. Wer noch nie Glasbläser, Schreiner, Töpfer oder Goldschmiede bei der Arbeit gesehen hat, mag dies interessant finden, aber eigentlich ist der einzige Vorteil, daß die Waren billiger als in Valletta sind. Kann ausgelassen werden. An aufdringlichen Taxifahrern vorbei ging es zurück zur Bushaltestelle und weiter nach Mdina.
Mdina ist die alte Inselhauptstadt und wurde zunächst von den Römern und später den Arabern befestigt, bevor die Malteser-Ritter zum Zuge kamen. Nachdem wir Mdina gesehen haben, kann ich nur Folgendes empfehlen: Valletta nur vom Wasser aus und entlang der Hauptstraßen besichtigen, da bleibt einem der Anblick des Verfalls erspart und dann in Mdina durch die fantastisch erhaltenen/restaurierten Gassen wandern. Das hat obendrein den Vorteil, daß es die Füsse schont, denn Mdina ist viel kleiner als Valletta. Von den Bastionen Mdinas hat man auch einen fantastischen Blick über die Insel. Den Eintritt in die Kathedrale und das zugehörige Museum haben wir uns geschenkt, denn die Stadt selbst bietet ausreichend zu sehen.
Wer willens und finanziell dazu in der Lage ist, kann direkt in Mdina im Fünf-Sterne Hotel Xara Palace absteigen.
Dann ging es mit dem Bus zurück nach St. Julians. Auf der Hinfahrt hatte ich mir schon ein wenig Zug geholt und auch jetzt wurden die Fenster wieder, ohne Rücksicht auf Verluste, aufgerissen. Merke: Ein Schal ist auf Malta ein sehr hilfreiches Kleidungsstück.
Die Bilder des Tages wie immer im Reiseblog meiner Frau.
Ein neues Kapitel in der Eee PC-Bastelei:
Da ich aufgrund des Union-FS jederzeit zum Hersteller-OS zurückkehren kann, habe ich gestern, nachdem ich meinen Bericht geschrieben hatte ,einfach mal nur die Debian SID Repositories eingestellt und die matchbox- bzw. GPE-Pakete installiert. Das Result kann sich sehen lassen, obwohl nicht alles 100%ig funktioniert.
Nachtrag: Auf dem Balkon über Spinola Bay sitzend lässt es sich ausgezeichnet schreiben.
Zwar ist es ein wenig laut, da sehr viel Verkehr über die Uferstraße geht, aber die Aussicht macht das zu einem großen Teil wieder wett. Das Hotel Juliani hat übrigens eine eigene Webcam installiert.
2 Antworten bis hierher ↓
Reistetante // 2008-04-08 um 11:17 |
Zugluft im Maltabus ? Kann ich auch ein Lied ‘von singen
(
))
Man bräuchte aber einen Ganzkörperponcho
Dominik // 2008-04-08 um 17:50 |
Ganzkörperponcho ist keine schlechte Idee.
Mir ist unklar aus welchem Grund die Malteser die Fenster öffnen. Wir waren heute in Valetta und haben dort auch zu Mittag gegessen. Leider hatte es der Koch mit dem Knoblauch etwas zu gut gemeint. Ich hatte danach befürchtet, daß auf der Heimfahrt alle Fenster aufgerissen werden. Aber seltsamerweise war das nicht der Fall…