Dominiks Weblog

Datensicherung

2008-05-04 · 3 Comments

Aus gegebenem Anlass mal ein Exkurs in Richtung Datensicherung. Wie heißt es so schön:

Datensicherung funktioniert immer, aber ob die Wiederherstellung aus der Sicherung funktioniert, ist die Frage.

Letzte Woche durfte ich mich sowohl beruflich als auch privat intensiver mit der Wiederherstellung von Rechnern beschäftigen. Das ist auch mit ein Grund, warum dieser Beitrag erst heute veröffentlicht wird. Der berufliche Teil bleibt hier generell außen vor, daher mehr zur Datensicherung und Wiederherstellung unserer Privat-Rechner.

Gewöhnlich passiert bei uns bezüglich Datensicherung nicht viel. Archivierung findet nicht statt. Alle paar Wochen sichere ich die Daten vom Laptop meiner Frau auf meinen Arbeitsplatz und meine persönlichen Daten werden gelegentlich auf ein externes Medium geschrieben. Wobei ich die technische Entwicklung anhand der Speichermedien ablesen kann:

  1. Diskette
  2. QIC150-Band
  3. DDS1-Band
  4. DDS2-Band
  5. CD-R/W
  6. DVD-R/W

Und seit neuestem eine USB-Festplatte mit 500GB.

Die persönlichen Daten sind in der Regel einfach und ohne große Probleme zu identifizieren und mit Bordmitteln zu sichern. Aufgrund der großen Anzahl der Dateien die heutzutage in einem Heimatverzeichnis liegen, läßt man die traditionellen Programme wie cp, tar oder cpio schnell hinter sich. rsync ist nicht schlecht, sofern man die Optionen behalten kann. :-)

Aber komfortabel ist das sicherlich nicht. Da kann man schon ein wenig neidisch auf die Apple-Nutzer mit “Time Machine” und “Time Vault” schauen. Aber nicht verzagen: auch für Linux-Nutzer gibt es etwas ähnliches. Es nennt sich “flyback” und basiert letzlich auch auf rsync. Ich habe mich schon einmal ein wenig damit beschäftigt und werde zu gegebener Zeit darüber berichten.

Ein andere Aspekt ist die Sicherung der Rechner-Konfiguration. Früher einmal habe ich die Konfigurationsdateien der von mir betreuten Rechner per RCS einer Versionskontrolle unterworfen, später auch mal per CVS zentral für mehrere Maschinen. Das macht es zwar leichter eine gesicherte Konfiguration wiederherzustellen, aber ob diese Konfiguration wirklich die letzte der Maschine war, hängt sehr von der Disziplin der Administratoren ab. Insbesondere Paket-Verwaltungen wie rpm, dpkg oder System V-pkg sind nicht unbedingt transparent in ihrer Behandlung von Konfigurationsdateien. dpkg hat hier sicher die Nase vorne, aber auch hier ist man auf die Disziplin der Paket-Betreuer angewiesen, die Dateien auch als Konfigurationsdatei markieren müssen. Was leider nicht immer passiert. Ein neuer Ansatz ist “etckeeper“, eine Sammlung von Skripten, die sich in apt einklinken um bei der Installation alle Änderungen an /etc in ein, nahezu beliebiges, Versionskontrollsystem einzubringen. Auch hier fehlt mir noch die Erfahrung und ich weiss auch nicht ob ich es jemals wirklich einsetzten werde: Bei maximal fünf Rechnern lohnt der Aufwand wahrscheinlich nicht. Aber näher ansehen werde ich mir die Sache auf jeden Fall.

Soviel zu diesem Thema. Ach ja: alle Rechner laufen wieder…

Categories: Linux · Technik

3 responses so far ↓

  • seufz // 2008-05-06 at 19:44

    Na das hört sich doch mal gut an.
    Speichermedien von Anfang an miterlebt :)

    Linux Backup-Images empfind ich bis jetzt immer als seltsame Angelegenheit. So wirklich hinbekommen hab ich es noch nicht… Aber darum kümmer ich mich wann anders :)

    LG Flo

  • Dominik // 2008-05-06 at 19:58

    Na ja, von Anfang an ist etwas übertrieben: Mit Trommelspeichern, Halbzoll-Bändern oder gar Lochstreifen hatte ich nie was zu tun.
    Aber Audio-Cassetten, damals mit dem 8-Bit Atari…

  • seufz // 2008-05-07 at 16:35

    Dafür bin ich einfach zu spät geboren :)

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