Nach ausgiebigen Test mit einem USB-Stick habe ich mich entschieden das mitgelieferte Xandros Linux durch Xubuntu zu ersetzen. (Anleitung: Das Rootserver-Experiment)
Aber so ganz war ich mit dem zur Verfügung gestellten Disk Image nicht zufrieden, daher waren noch ein paar Nacharbeiten notwendig:
- Überreste deinstallierter Pakete entfernt. (”purgen” aller nicht installierten Pakete in aptitude)
- Überreste einiger alter Kernel aus /lib/modules entfernt.
- Den vordefinierten Benutzer “tux” gelöscht, oem-config-gtk installiert und das System nach Neustart neu konfiguriert.
- powernowd gelöscht, cpufrequtils installiert und p4-clockmod in den Kernel geladen, damit die CPU-Frequenz automatisch vom Kernel reguliert wird. Das ist mehr als nur “gut genug”.
- deborphan installiert und alle nicht benötigten Bibliotheken entfernt.
- powertop installiert und das System auf geringen Energieverbrauch getrimmt.
- Standard Xubuntu-Bestandteile, die ich niemals benutzen will oder kann (abiword, brasero, file-roller, gnumeric, etc.), entfernt.
Insbesondere die Analyse mittels powertop ist interessant. Dieses von Intel entwickelte Tool analysiert welche Systemaktivitäten stattfinden und das System am energiesparenden Schlafen “hindern”. Die von ihm vorgeschlagenen Maßnahmen würde der Durchschnittsbenutzer nie in Erwägung ziehen:
- “VM dirty writeback time” von 5,00 auf 15,00 Sekunden erhöhen.
- Das permanente Pollen der SD-Karte durch das Hardware Abstraction Layer abschalten.
Resultat: Das System läuft, wann immer möglich, mit der niedrigsten Taktfrequenz von 113 MHz und wacht im Leerlauf nur siebenmal pro Sekunde auf. Nicht schlecht!
3 Antworten bis hierher ↓
seufz // 2008-05-25 um 20:51 |
Einfach nur Wow! Jedesmal wenn ich hier lese “lern” ich wieder was dazu bzw. höre etwas neues !
Kann mich nur wiederholen. Schöner Blog.
Ich möchte ja nicht unhöflich sein. Trotzdem bin ich so frech und wollte einmal nachfragen ob es in Ihrem Intresse wäre einen gegenseitigen Blogroll einzurichten. Wissenstechnisch sind sie mir zwar weit vorraus, doch um die Verbindung zwischen den Blogs herzustellen könnte es auch eine Art “herangehender Linuxanwender” sein
Ich würde mich freuen!
Dominik // 2008-05-26 um 21:43 |
Danke für das Kompliment. Aber es wäre ja auch traurig, wenn in 16 Jahren Linux-Nutzung, -Verwaltung und -Entwicklung nicht das Eine oder Andere hängen geblieben wäre.
Blogroll? Nur zu…
seufz // 2008-05-28 um 12:05 |
Dann bedank ich mich
ich füge es hinzu!